Armin Thurnher beim Presseclub

Über die Anfänge des „Falter“ als Veranstaltungs-Ankündigungszeitung und die Entwicklung zum heute führenden Aufdeckermagazin Österreichs berichtete der gebürtige Bregenzer Chefredakteur und Herausgeber Armin Thurnher bei einem interessanten Abendgespräch mit dem Presseclub.

„Wir hatten alle keine Ahnung vom Zeitungswesen und vom Journalismus“, erinnerte sich Thurnher an die Gründungsjahre Mitte der 70er. Das Team um Thurnher hat aber rasch gelernt: Heute beschäftigt der Falter-Verlag 70 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von elf Millionen Euro. „Das ist eigentlich ganz gut für eine kleine feine Qualitätszeitung mit aufdeckerischem Anspruch „, so Thurnher.

15 Redakteure beschäftigt der Falter: Nachwuchssorgen kennt man bei diesem Wochenmagazin nicht – zumal marktgerechte (nicht marktübliche) – Löhne bezahlt werden und der Chefredakteur seiner Truppe weitgehend freie Hand lässt.

Die Zukunft der Qualitätsmedien insgesamt sieht er angesichts der Flut von Gratiszeitungen und Internetportalen kritisch. Weil der kritische Dialog für eine Demokratie aber unverzichtbar sei, müsse der Staat diesen auch in Zukunft durch entsprechende Presseförderungen sichern.

Im Anschluss an seine Ausführungen diskutierte CR Armin Thurnher mit den anwesenden Mitgliedern des Presseclubs noch ausgiebig über aktuelle politische Fragen, das Pressewesen insgesamt und über seine Ideen für regionale Qualitätszeitungen.

VPC Obmann Axel Renner bedankte für die Bereitschaft des vielbeschäftigten Verlegers und Chefredakteurs, den Mitgliedern des Vorarlberger Presseclubs interessante Einblicke in dessen Arbeit und Philosophie zu gewähren.