„Verständnis für Handeln demokratischer Institutionen stärken“

Große Kommunikations-Ziele und viel Alltagsgeschäft: Seit etwa einem Jahr leitet Florian Themeßl-Huber die Landespressestelle, sein Nachfolger als Mediensprachrohr von Landeshauptmann Markus Wallner wurde Simon Kampl. Unter dem Titel „Vorarlbergs Politik eine Stimme geben“ gaben die beiden beim VPC Einblicke in ihre Arbeit im Anschluss an die diesjährige Generalversammlung.

Neben den „fordernden Alltagsaufgaben, wie Redenschreiben, Medienanfragen oder Terminbegleitung des Landeshauptmanns“,  so Kampl, nähmen Social Media-Aktivitäten zunehmend breiten Raum ein. Als Beispiel nannte er unter anderem Konzeption und Umsetzung der Postings von Wallner.

Insgesamt wolle man die verschiedenen Kanäle intensiver bespielen, ohne dabei eine Konkurrenz zu klassischen Medienaussendungen aufzubauen, erläuterte Themeßl-Huber. Er verwies auf die „schlanke Personalsituation“ innerhalb der Landespressestelle, die im Vergleich zu allen anderen Bundesländern über das zahlenmäßig kleinste Team verfüge.

Vorarlbergs Politik solle umfassender als bisher dargestellt und damit noch größeres Verständnis für das Handeln der demokratischen Institutionen hergestellt werden.

Im Anschluss entspann sich eine rege Diskussion, die auch die von Themeßl-Huber erwähnte „Marke Vorarlberg“ intensiv beleuchtete. Derzeit befinde man sich in der Konzeptionsphase mit ergebnisoffenem Ausgang, der nicht notwendigerweise auf ein neues Logo und Corporate Design hinauslaufe. Vielmehr wolle man fassen und darstellen können, was Vorarlberg auszeichne. Es sei keinesfalls als Konkurrenz-Marke zu Vorarlberg Tourismus zu verstehen, eher als Ergänzung unter Bezugnahme auf andere Zielgruppen. Welche das letztlich sein werden, würde im Rahmen des Beratungsprozesses definiert werden.

Kurz aber kontrovers wurde die Möglichkeit der exklusiven Themen-Weitergabe erörtert. Es sei nicht Aufgabe eines Amts oder einer Behörde, im Rahmen politischer Kommunikation über die journalistische Relevanz einzelner Themen zu entscheiden. Das läge allein in der Verantwortung der Journalisten, befanden die meisten Wortmeldungen.

Etwas länger und sehr konsensual war’s anschließend beim gemütlichen Teil im Foyer des Hotel Schwärzler.

(ar, red/Fotos: Mathis, Hechenberger)