Geschichte

Geschichte des Vorarlberger Presseclubs –
Entwicklung der Vorarlberger Medienlandschaft in der Zweiten Republik

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(von Thomas Mair, erschienen 1996)

Inhalt:

1. Einleitung

2. Historischer Rückblick über die Entwicklung der Vorarlberger Medienlandschaft seit 1945
2.1. Rundfunk und Fernsehen
2.2. Printmedien
2.2.1. Die Gründungsmonate
2.2.2. Vorarlberger Tageszeitung
2.2.3. Vorarlberger Volkswille
2.2.4. Vorarlberger Volksblatt
2.2.5. Vorarlberger Nachrichten
2.2.6. Neue Vorarlberger Tageszeitung

3. Entwicklung des Vorarlberger Presseclubs
3.1. Die Gründungsjahre des Presseclubs
3.2. Der Presseclub in den 50er und 60er Jahren
3.3. Die “Zweigstelle” Feldkirch
3.4. Entwicklungen in der Ära Herbert
3.5. Die Mitgliedsfrage
3.6. Die Entwicklungen der letzten Jahre

4. Überblick über die Presseclubs in den anderen Bundesländern

5. Zeittafel zur Entwicklung des VPC

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung
Wer oder was ist der Presseclub, warum gibt es den Presseclub, und seit wann? Diesen und anderen Fragen soll in dieser Arbeit nachgegangen werden – mit einem Blick in die Geschichte des Vorarlberger Presseclubs, die doch weitgehend im dunkeln liegt. Dies ist nicht nur gegründet auf der Tatsache, daß die meisten Clubmitglieder der ersten Stunden nicht mehr am Leben sind, sondern beruht auch auf die nur fragmentarisch erhaltenen schriftlichen Quellen. Eingebettet in das Umfeld des Presseclubs soll den Mitgliedern des Vorarlberg Presseclubs und anderen Interessierten die Entstehungsmotive, Akteure und Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte nähergebracht werden, was aber nicht als eine bloße chronologische Auflistung der Veranstaltungen des Presseclubs zu verstehen ist. Das Umfeld – Journalistengewerkschaft, Print- und elektronische Medien – darf aber nicht ausgelassen werden, da der Presseclub als eine Vereinigung von Journalisten, Öffentlichkeitsarbeitern und Medienschaffenden unmittelbar damit verbunden ist, deshalb konnte auf eine Dokumentation der Vorarlberger Medienlandschaft nicht verzichtet werden.

2. Historischer Überblick über die Entwicklung der Vorarlberger Medienlandschaft seit 1945
2.1. Rundfunk und Fernsehen
“Hier ist der österreichische Rundfunk, Radio Vorarlberg in Dornbirn.” Mit dieser Ansage und der Melodie von “Wiener Blut” als Signet begann am 2. Mai 1945 die Vorarlberger Mediengeschichte der Zweiten Republik.[1] Das Radio stellte in den ersten Nachkriegsmonaten das einzige Informationsmedium dar, da die ersten Tageszeitungen erst im Frühherbst erscheinen konnten. Innerhalb des ersten Monats konnte Radio Vorarlberg seine Programmschiene von eineinhalb auf sechs Stunden ausweiten, wobei diese Expansion nur durch “Organisieren” von Material – “Übernahme” von Programmen anderer Sender wie Radio Luxemburg, später auch von Radio “Rot-Weiß-Rot”, Ausschlachten von Schweizer Zeitungen – zustande kommen konnte.
In weiterer Folge wurde das Programm unter der Leitung Eugen Leißings weiter ausgebaut, die Zäsur erfolgte 1954 mit der erzwungenen Übernahme durch den Bund – der bisherige Eigentümer, das Land Vorarlberg, protestierte erfolglos gegen diese Maßnahme. Radio Vorarlberg wurde mit dem Sender Tirol zusammengelegt, das Programm wurde gemeinsam produziert. Die Sendungen waren ausgenommen “unpolitisch” orientiert, politische Informationen oder gar Diskussionen waren bis 1958 äußerst selten.[2] Mit der Sendertrennung 1968 wurde der gesteigerten Informationsnachfrage Rechnung getragen und die Zahl der Nachrichtensendungen auf insgesamt 65 Minuten/Tag ausgeweitet – Nachrichtenjournale wurden in das Programmschema eingebaut.
Das Fernsehen entwickelte sich naturgemäß erst spät, Vorarlberg war geographisch stark benachteiligt: bis zur ersten elektronischen Überspielung eines Filmberichts (1972) erfolgte der Transport per Bahn oder Flugzeug. Bis Ende 1967 war das Fernsehen im Ländle überhaupt nicht vertreten – bei Großereignissen wie der Fußach-Affäre kamen die Fernsehteams aus Wien oder Tirol. Mit der TV-Regionalisierung ab 1968, bei der die einzelnen Landesstudios Beiträge für die Sendung “Österreich-Bild” produzierten, erfolgte der gezielte Aufbau des Fernsehens in personeller und technischer Hinsicht. Mit der Einführung einer Bundesländer-Nachrichtensendung im TV ab 2.5.1988 begann eine neue Epoche des elektronischen Nachrichtenmediums in Vorarlberg.

2.2. Printmedien
2.2.1. Die Gründungsmonate
Wie bereits angeführt, konnten in den Sommermonaten 1945 keine Tageszeitungen erscheinen, da die französische Besatzungsmacht die Herausgabe von Zeitungen untersagte. Lediglich Amtsblätter (ohne redaktionellen Teil) konnten erscheinen: den Anfang machte das Kleine Walsertal mit dem Veröffentlichungsblatt der Gemeinde Mittelberg-Kleinwalsertal am 12. Mai, in den nächsten Wochen folgten andere Amtsblätter wie der Feldkircher Anzeiger oder das Amtsblatt der Landeshauptstadt Bregenz. Die darin enthaltenen Informationen beschränkten sich in der Regel auf Anordnungen, Befehle und Verlautbarungen.

Als erste Tageszeitung genehmigten die Franzosen eine Lizenzzeitung, gleichsam eine Besatzungszeitung, deren Namen auf Vorarlberger Nachrichten festgelegt wurde. Dabei sollte deren Redaktion aus Vertretern aller drei zugelassenen Parteien (ÖVP, SPÖ, KPÖ) bestehen, die VN mußten den Parteien in jeder Nummer Publikationsmöglichkeiten unter der Rubrik “Freie Tribüne” zur Verfügung stellen. Die erste Ausgabe erschien am 1. September 1945, die von der Firma J. Teutsch gedruckt wurde. Die ÖVP entsandte Eugen Breier in das Redaktionskomitee, die SPÖ besetzte ihren Posten mit Ferdinand Valentini, während die KPÖ keinen Vertreter nominierte, sondern sich mit der gelegentlichen Lieferung von in ihrem Sinn verfaßten Artikeln begnügte. Der Umfang der Ausgaben war – bedingt durch akuten Papiermangel – sehr gering; mit zwei Seiten unter der Woche und vier Seiten an Samstagen mußte das Auslangen gefunden werden.2

Ab Mitte November 1945 durften gemäß eines Beschlusses des Alliierten Rates vom Vormonat wieder Parteizeitungen erscheinen: allerdings war diese Freiheit an Bedingungen wie der Kampf gegen nationalsozialistische, alldeutsche und militärische Ideologie und Gewährleistung der Sicherheit der Besatzungsmächte geknüpft.[3]

So erschienen am 15. November – nur zehn Tage vor den ersten Nationalrats- und Landtagswahlen – der sozialistische Vorarlberger Volkswille (eine Nebenausgabe der Innsbrucker Volkszeitung), am darauffolgenden Tag das ÖVP-Organ Vorarlberger Volksblatt (die einzige nicht mit einem Tiroler Blatt erscheinende selbständige Vorarlberger Partei-Tageszeitung) und die kommunistischen Vorarlberger Tagesnachrichten, die sich bereits vier Tage später Tageszeitung nannte. Neben den drei parteigebundenen Tageszeitungen wurden als einzige unabhängige Tageszeitung die Vorarlberger Nachrichten weitergeführt, wobei sich gleichzeitig mit Erscheinen der Parteizeitungen das bisherige Redaktionsteam verabschiedete. Eugen Breier wechselte zum ÖVP-Organ Vorarlberger Volksblatt, Ferdinand Valentini zum Vorarlberger Volkswillen der SPÖ.

2.2.2. Vorarlberger Tageszeitung
Die Tageszeitung konnte ihre Eigenständigkeit als Publizistische Einheit nur fünf Jahre lang (bis 1950) behaupten, danach wurde sie in eine Ausgabe einer anderen Tageszeitung umgewandelt, nämlich der Tiroler Neuen Zeitung.[4] Die Vorarlberg-Ausgabe hieß nun Neue Tageszeitung – man beachte den ähnlichen Titel zur später gegründeten Neuen Vorarlberger Tageszeitung. Von Beginn an hatte die Tageszeitung große Probleme, da der Kundenstamm klein blieb und die kommunistische Presse einem regelrechten Anzeigen-Boykott unterlag. Ende 1956 wurde die finanzielle Belastung für die KPÖ schließlich zu groß. Die Neue Tageszeitung wurde eingestellt und den bisherigen Abonnenten die österreichweite Volksstimme zugeschickt – da die KPÖ-Zeitung mit bestenfalls einer mutierten Lokalseite nicht sehr gefragt war, wurde ab 1967 aus Kostengründen auch auf das Mutieren wieder verzichtet.

2.2.3. Vorarlberger Volkswille
Der Vorarlberger Volkswille, der nur eine Nebenausgabe der Innsbrucker Volkszeitung bildete, war nicht selbständig. Redaktion, Verwaltung und Druckerei befanden sich in Innsbruck, es gab lediglich eine Lokalredaktion in Bregenz, da sich die SPÖ eine eigenständige Zeitung wie die Vorarlberger Wacht in der Ersten Republik nicht leisten konnte. Aber auch dies war auf die Dauer nicht aufrecht zu halten: Ende Februar 1957 erschien die letzte Ausgabe des Vorarlberger Volkswillen, da die Zeitung bei einer Auflage von zuletzt 5000 Stück finanziell nicht mehr tragbar war.[5] Auch organisatorische Schwierigkeiten wurden als zusätzliche Ursachen für die Einstellung angeführt. An die Stelle des Volkswillens trat eine Vorarlberg-Ausgabe der Arbeiter-Zeitung, deren Umfang sich auf ein bis zwei Lokalseiten beschränkte. Die Vorarlberger Redaktion war mehr oder weniger ein Einmann-Betrieb, der bis 1964 von Oswald Mayer, dann von Bernd Ender und ab 1967 von Siegfried Gabrielli geleitet wurde.

2.2.4. Vorarlberger Volksblatt
Das Vorarlberger Volksblatt (1866 gegründet), das sich rühmte, die zweitälteste österreichische Tageszeitung nach der Wiener Zeitung zu sein, hatte sich in der Zwischenkriegszeit als auflagenstärkste und bekannteste Vorarlberger Tageszeitung etabliert, konnte diese Stellung nach 1945 aber nicht wieder erreichen. Mit der ÖVP als Herausgeberin und dem Presseverein als Eigentümer und Verleger erschien die erste Nummer am 16.11.1945, Chefredakteur war – wie bereits erwähnt – der von den VN gewechselte Eugen Breier. Nach 1964 fungierten Walter Scheiner, Bertram Burtscher und Siegfried Müller abwechselnd als für den Inhalt verantwortliche Redakteure. Gedruckt wurde das Blatt von Anfang an in der Buchdruckerei J.N. Teutsch in Bregenz, die Auflage bewegte sich laut offiziellen Pressekatalogen in der Regel zwischen 12.000 und 15.000, diese Angaben sind jedoch strittig, sprechen andere Zahlen doch von 9.000 im Jahre 1949 oder 3.500 in den letzten Jahren seines Bestehens.[6]

War bereits der verzögerte Start im Vergleich zu den unabhängigen VN ein Handicap, so verminderte ein einmonatiges Erscheinungsverbot im Jahr 1946 die Chancen zusätzlich. Einige Artikel boten dem Alliierten Rat Anlaß, der Zeitung Nazismus, Militarismus und Pangermanismus vorzuwerfen und damit gegen das Pressedekret vom 1.10.1945 zu verstoßen. Am 3.3.1946 wurde ein Erscheinungsverbot, das vier Wochen andauern sollte, verhängt. In dieser Zeit dürften viele Abonnenten dem ÖVP-Blatt den Rücken gekehrt haben und zu den VN übergewechselt sein. Das Volksblatt selbst sprach zehn Jahre später in einer Rückschau vom Verlust „mehrerer tausend Leser“ in diesen Tagen.[7] Der Name von Chefredakteur Eugen Breier durfte zwei Jahre lang nicht mehr im Impressum erscheinen.

1966 feierte das Volksblatt mit einer 100 Seiten umfassenden Sonderausgabe seinen 100. Geburtstag. Um diesen nicht nur für damalige Verhältnisse wuchtigen Umfang erreichen zu können, „erfand“ Redakteur Siegfried Müller das Prinzip der „bezahlten Anzeige“: die Zeitung druckte Artikel über Firmen und stellte sie vor, die Firmen zahlten dafür einen Unkostenbeitrag.

Nichtsdesto trotz war das Ende auch nach Herausgabe der „Jahrhundertzeitung“ abzusehen. Während die VN kontinuierlich Zuwächse erzielten, stagnierte die Auflage des Volksblattes, und die Zahl der Abonnenten dürfte sogar rückläufig gewesen sein. Eine für eine Parteizeitung typische Situation hatte sich ergeben: die Halbherzigkeit der Parteien, ihre Zeitungen zwar nicht gänzlich einzustellen, andererseits aber auch nicht die notwendigen Investitionen für einen wettbewerbsfähigen Betrieb zu tätigen, bedeuteten für diese in der Regel ein allmähliches Aushungern und erinnern an den Volksspruch: „Zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert und so verwundert es nicht, daß ähnlich den Jahren 1967-72 die Phase 1987-91 ein neuerliches Fiasko für die Parteipresse Österreichs brachte.[8]
2.2.5. Vorarlberger Nachrichten
Von den vier 1945 herausgegebenen Zeitungen überlebte also nur eine, die Vorarlberger Nachrichten. Die anderen Zeitungen waren größtenteils ein Opfer der Pressekonzentration geworden, die in den 50er Jahren zu einer Schrumpfung der gesamtösterreichischen Tageszeitungsauflage um etwa 50 Prozent geführt hatte. Diese Schrumpfung fand besonders auf Kosten der Parteizeitungen statt, da der Leser in zunehmendem Maße von den parteigebundenen Zeitungen abrückte – so ging die Steigerung des Auflagenvolumens bei Tageszeitungen in den 60er Jahren beinahe spurlos an den Parteizeitungen vorbei. Ein Vergleich des Auflagenvolumens läßt die Dramatik deutlich zutage treten: waren 1945 90 Prozent der Auflage parteigebunden, sind es heute weniger als zwei Prozent.

Die Vorarlberger Nachrichten wurden nach dem Abgang von Breier und Valentini von Eugen Ruß übernommen, die seit 16. November 1945 in seinem Verlag erschienen. Chefredakteur wurde der damals 68jährige Seniorchef selbst, dem sein Sohn Anton Ruß zur Seite stand.[9]

1951/52 wurde die Offsetdruckerei gegründet, die Druckerei Ruß wurde damit zum größten graphischen Unternehmen in Vorarlberg; einhergehend damit war der Ausbau der Vormachtstellung der VN, der jedoch auch durch externe Aspekte wie das Erscheinungsverbot des Volksblattes oder der Trend zu unabhängigen Zeitungen maßgeblich gefördert wurde. Als Eugen Ruß 1962 starb, waren die VN die – bis heute – auflagenstärkste und einflußreichste Tageszeitung des Landes geworden. Nachfolger als Chefredakteur wurde Eugen Ruß’ Sohn Anton, in dessen Ära einige entscheidende Ereignisse wie die „Schiffstaufe Fußach“ 1964 oder der Kampf gegen das geplante Kraftwerk Rüthi in der Schweiz 1965 fielen, die von der Meinungsführerschaft der VN geprägt waren. Die Auflage erhöhte sich in den 60er Jahren auf über 30.000, die Zeitung verzeichnet seither beachtliche Gewinne.[10]

Mit dem Gewinn von Otto Habsburg als Mitarbeiter 1968 gelang Anton Ruß neuerlich ein Coup, galt es doch als geradezu sensationell, den Sohn des letzten Kaisers in einer österreichischen Zeitung regelmäßig zu Wort kommen zu lassen. Als im darauffolgenden Jahr Anton Ruß unerwartet starb, übernahm Franz Ortner (bis zu seinem Tod 1988) die Chefredaktion, unter dessen Leitung die Zeitung ihre führende Position in den 70er und 80er Jahren ausbauen konnte. Die Auflage stieg weiter an und übersprang Ende der 70er Jahre die 50.000-Marke. 1981 übernahm mit Eugen A. Ruß die dritte Generation der Ruß-Familie wesentliche Teile der Verantwortung als Co-Chefredakteur und ab 1983 als Geschäftsführer. Er hält 51 Prozent der Anteile und zeichnet hauptverantwortlich für die Innovationsschübe (z.B. Farbdruck) der 80er Jahre.

2.2.6. Neue Vorarlberger Tageszeitung
Die Monopolstellung der VN und die Situation des Vorarlberger Volksblattes ließen bereits Mitte der 60er Jahre bei gewissen Vorarlberger Kreisen den Plan zur Gründung einer neuen, unabhängigen Tageszeitung auftauchen.[11] Intention war, der Vorarlberger Tageszeitungslandschaft angesichts der bereits erreichten Pressekonzentration wieder einen gewissen Pluralismus zu geben. Von welchen Kreisen diese Überlegungen ausgingen, läßt sich kaum mehr eruieren. Zum Teil wird angegeben, daß ÖVP-Kreise maßgeblich beteiligt gewesen seien, andererseits werden auch Unternehmer und Freiberufler ins Spiel gebracht. Die Vorbereitungen streckten sich über mehrere Jahre, die am 2.5.1972 mit der Erstausgabe der Neuen Vorarlberger Tageszeitung (NEUE) gipfelten. Die Eigentumsverhältnisse gestalteten sich ganz anders wie die der VN: 70 bis 80 stille und offene Gesellschafter brachten etwa zehn Millionen Schilling an Grundkapital ein. Gedruckt wurde im Druckhaus Teutsch, wo bislang auch das Vorarlberger Volksblatt hergestellt worden war, das nunmehr definitiv eingestellt wurde. Als Geschäftsführer fungierte Hubert Säly, leitende Redakteure waren Wise Köhlmeier, Walter Zeiner und Bertram Burtscher.

Das Auftauchen der NEUEN belebte die Vorarlberger Zeitungslandschaft merkbar, wobei sich die NEUE in einer ersten Phase vornehmlich den 30 Prozent der Haushalte im Ländle widmete, die noch über kein Zeitungs-Abonnement verfügten.[12] Erst in einer zweiten Phase (ab Mitte der 70er Jahre) wurde der Kampf um größere Marktanteile härter, da der Gewinn der einen einVerlust der anderen Tageszeitung bedeutete. Die NEUE konnte jedoch nie den Vorsprung der etablierten VN auch nur ansatzweise in Gefahr bringen – im Gegenteil: nicht nur die Erlöse aus dem Verkauf der Zeitung, auch das Inserateaufkommen, das den größeren Einnahmenteil einer Tageszeitung ausmacht, blieb hinter den Erwartungen zurück. Die NEUE konnte ihre finanzielle Sicherstellung nicht erreichen, sodaß 1975 mit einer Tochtergesellschaft der Styria Graz (Kleine Zeitung) ein Kooperationsvertrag abgeschlossen wurde, der die ökonomische Situation der NEUEN mittelfristig verbesserte, eine zufriedenstellende Situation auf Dauer aber nicht erreicht werden konnte. Die Zeitung erschien nun im Kleinformat.

Erwartungsgemäß waren sich die beiden Tageszeitungen nicht wohlgesonnen. Dieser „Zeitungskrieg“ verhinderte aber nicht, daß eine rege Mitarbeiter-Fluktuation stattfand – Beispiele hiefür sind u.a. Ute Sassadeck, Norbert Freuis, Dieter Zehentmayr oder Hans-Henning Scharsach. Der einzelne Journalist war vom „Zeitungskrieg“ der beiden offensichtlich nicht betroffen, ein „Front-Wechsel“ war nichts Ungewöhnliches.[13] Dennoch kam es immer wieder zu Blockbildungen innerhalb des VPC, besonders die Konfrontationslinien ORF-VN und VN-NEUE traten dabei am deutlichsten zutage, siehe Kap. 3.

Die Jahre 1989/90 brachten auch für die NEUE die Wende hinsichtlich ihrer Eigentumsverhältnisse: nach und nach hatte die „Styria“ alle Anteile der Gesellschafter aufgekauft; 74 Prozent der Anteile an der Neuen Vorarlberger Tageszeitung wurden dann im März 1990 an die „Eugen Ruß Vorarlberger Zeitungsverlags- und Druckerei Ges. mbH“ verkauft, zwei Jahre später erwarb Eugen A. Ruß auch die restlichen Anteile. Während das Redaktionelle weiterhin getrennt blieb, werden der Vertrieb, der Druck und auch das Anzeigenwesen zentral für beide Blätter erledigt. Was die „Mediaprint“ für Krone und Kurier, ist das „Vorarlberger Medienhaus“ in der Bregenzer Kirchstraße für die beiden heimischen Tagezeitungen.

Die in Vorarlberg erscheinenden Wochenzeitungen sollen an dieser Stelle nur kurz gestreift werden, da ihre Reichweite mit wenigen Ausnahmen lokal beschränkt ist und es sich dabei zumeist um Amts- und Gemeindeblätter handelt.[14] Einzig die beiden „großen“ Gratis-Wochenzeitungen Wann & Wo (gegründet 1977) und Das Kleine Blatt (1985) erscheinen im ganzen Land und überflügeln mit ihrer Auflage sogar die VN. Mein Einkauf erscheint 14tägig, als weitere Wochenzeitung ist noch das Vorarlberger Kirchenblatt anzuführen.

3. Entwicklung des Vorarlberger Presseclubs
3.1. Die Gründungsjahre des Presseclubs
Diese Bezeichnung (”Gründungsjahre”) mag vielleicht etwas überraschen, gibt jedoch schon einen Hinweis auf die Gründung des Vorarlberger Presseclubs, erstreckte sich die “Geburt” doch über mehrere Jahre. Bereits kurze Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs – Jahreswende 1945/46 – kam es zu ersten informellen Treffs einiger in Vorarlberg tätiger Journalisten. Diese Zusammenkünfte hatten vornehmlich gesellige Aspekte und sollten den Kontakt zwischen den Journalisten untereinander nicht abreißen lassen, war es doch innerhalb der “Journalistenzunft” zu starken Veränderungen gekommen: verantwortlich dafür zeichneten nicht nur die Kriegsereignisse, sondern auch die Tatsache, daß einige Journalisten aus Ostösterreich zugewandert waren und deshalb keine Homogenität innerhalb der Presseszene herrschte.

Im Zuge dieser Treffen nahm der Wunsch nach einer Installierung eines Presseclubs zu, dieser Wunsch wurde nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich fixiert – so in einem Rundschreiben der Gewerkschaft der Angestellten der freien Berufe, Sektion Journalisten, Landesverband Vorarlberg:[15] “…Am Samstag, den 11. Dezember (1948) um 17 Uhr treffen sich im Nebenzimmer des Hotels Krone in Bregenz am kulturellen Leben interessierte Kreise zu einer kleinen Soirée, der die Nominierung eines Proponentenkomittees für die Gründung einer Kulturvereinigung folgen soll. Da die Initiative zu dieser von journalistischen Kreisen ausging, benützen die Journalisten diesen Abend auch zu einer anschließenden Besprechung über die Realisierung einer schon lange erwogenen Presseclubgründung, zu der alle Kollegen, welche daran interessiert sind, hiermit eingeladen werden….”

Wenig verwunderlich ist dabei, daß diese Einladung in einem Rundschreiben der Journalisten-Gewerkschaft ausgesprochen wurde, bestand doch zwischen Gewerkschaft und Presseclub eine relativ enge personelle und organisatorische Bindung, die – auf personeller Ebene – bis 1972 dauerte. Viele der Presseclub-Vorstandsmitglieder hatten zugleich führende Gewerkschaftspositionen inne, beispielsweise Hanns König, der nicht nur erster Obmann des Presseclubs war, sondern auch als Schriftführer der Journalisten-Gewerkschaft fungierte, während umgekehrt Gewerkschaftsobmann Walter Scheiner Kassier des Presseclubs war (ab März 1951). Dennoch darf die Journalisten-Gewerkschaft als Interessensvertretung nicht mit der “Kulturvereinigung” Presseclub gleichgesetzt werden. Die personelle Bindung bestand vornehmlich auf Vorstandsebene – eine Mitgliedschaft bei der einen Vereinigung bedeutete nicht automatisch eine Mitgliedschaft bei der anderen.

Der Presseclub, zwar noch nicht offiziell gegründet, trat bereits als Veranstalter auf. So wurde zur Jahreswende 1948/49 eine Silvesterveranstaltung organisiert, deren Defizit (ÖS 230,-) allerdings aus der Gewerkschaftskasse entnommen wurde.[16] Gleichzeitig wurde beschlossen, die Treffen des (offiziell noch nicht existierenden) Presseclubs regelmäßig einmal im Monat an einem Samstag abend im Hotel Heidelberger Faß, später in der Weinstube Kinz in Bregenz abzuhalten (ab April 1949), die Treffen dürften tatsächlich aber nur etwa acht- bis neunmal im Jahr stattgefunden haben. Grundsätzlich standen die Presseclub-Zusammenkünfte nicht nur Journalisten, sondern auch deren Freunden und Verwandten offen.[17] Die Gewerkschaft gewährte zur Abdeckung der auflaufenden kleinen Kosten wie Porto etc. eine Subvention von ÖS 250,-.

Nach Jahren der informellen Existenz erfolgte am 27.12.1949 der Antrag auf Anmeldung bei der Sicherheitsdirektion Vorarlberg mit dem Vereinsnamen „Vorarlberger Presseclub – Sektion Vorarlberg im Österreichischen Presseclub“, wobei die Initiative dafür hauptsächlich von Hanns König, dem Leiter der Vorarlberg-Redaktion der APA, ausging. Zwar scheinen als Gründer des Presseclubs neben Hanns König Arnulf Benzer, Ernst Bär, Walter Scheiner und Ernst Fuchs auf, die offizielle Gründung wäre ohne Initiative Hanns Königs wohl nicht oder zumindest nicht so schnell erfolgt.[18] Hanns König kann in diesem Sinne als „der“ Gründer des Presseclubs bezeichnet werden, obwohl als Vorsitzender des Proponentenkomittees, das auch den Antrag bei den Vereinsbehörden einbrachte, Walter Scheiner angeführt wurde.

Der Zweck des Presseclubs bestand laut § 2 der Gründungsstatuten in

a) der Förderung der Geselligkeit der Vorarlberger Journalistenschaft

b) der Pflege der Beziehungen zwischen der Vorarlberger Journalistenschaft einerseits und aller übriger am Pressewesen interessierter Personen und Kreise andererseits

c) der Erweiterung der journalistischen Bildung seiner Presse-Mitglieder.

Diese Ziele sollten mittels Vorträgen, Diskussionsabenden, Betriebsbesichtigungen und ähnlichem erreicht werden. Nur Journalisten konnten ordentliche Mitglieder werden, Nicht-Journalisten wurde aber die Möglichkeit eingeräumt, außerordentliches Mitglied zu werden.[19] Daneben bestand noch die (von der Generalversammlung verliehene) Ehrenmitgliedschaft. Der Mitgliedsbeitrag belief sich auf ÖS 10,- jährlich, der erst 1973 auf ÖS 100,- erhöht wurde. Außerordentliche Mitglieder zahlten 20,-, fördernde Mitglieder 50,- (nur die Arbeiterkammer wurde zu dieser Zeit förderndes Mitglied und zahlte über Jahrzehnte hinweg ÖS 50,- jährlich). Organe des PC waren der Vorstand, bestehend aus sieben Personen, davon ein bis drei Beiräten, der Kontrolle, bestehend aus zwei auf drei Jahre gewählten PC-Mitgliedern, dem Schiedsgericht und der Generalversammlung, die einmal jährlich durch den Vorstand einberufen wurde.

Die Zusammenarbeit besonders mit der Vorarlberger Journalistengewerkschaft wurde betont, während die Erklärung des Presseclubs als Vorarlberger Sektion des Österreichischen Presseclubs in 1010 Wien, Schubertring 6 (§ 4 Absatz 2 der Statuten) laut einhelliger Meinung aller befragten Zeitzeugen nur auf dem Papier existierte. Tatsächlich bestanden keinerlei Kontakte mit dem Österreichischen Presseclub. Man betrachtete sich als eigenständigen Vorarlberger Verein, der sich als Forum präsentierte, deren Mitglieder bei unterschiedlichen, konkurrierenden Medien (Tages- und Wochenzeitungen, Rundfunk) arbeiteten und verschiedenen Parteien angehörten. Überparteilichkeit war und ist ein großes Merkmal des Vorarlberger Presseclubs.

Die Statuten wurden zwar Anfang 1950 von der Sicherheitsdirektion genehmigt, dennoch sollte es noch ein gutes Jahr dauern, bis das Proponentenkomitee des Vorarlberger Presseclubs zur konstituierenden Generalversammlung am 10. März 1951 einlud. Dabei wurde der sechsköpfige Vorstand gewählt und folgende Funktionsverteilung vorgenommen: Obmann Hanns König, Stellvertreter Hans Huebmer, Schriftführer Robert Barth-Wehrenalp, Stellvertreter Richard Svojtko, Kassier Walter Scheiner, Stellvertreter Ernst Fuchs. Die genaue Anzahl der damaligen Clubmitglieder kann heute nicht mehr eruiert werden, die Zahl der wirklich aktiven Mitglieder dürfte aber nicht allzu groß gewesen sein; dies wohl auch deshalb, weil eine starke Fluktuation innerhalb der Journalistenschar herrschte und dementsprechend die Zahl der „Karteileichen“ groß war.

Zusammenfassend kann angeführt werden, daß sich die Entstehungsgeschichte des Vorarlberger Presseclubs über mehrere Jahre erstreckte: nach Jahren der Planung eines Vereins ab ca. 1947 erfolgte 1949 und 1951 die formelle Vereinsgründung. Die Mitglieder kamen aus allen Parteilagern, waren bereits vor dem Weltkrieg in Vorarlberg journalistisch tätig oder aus den unterschiedlichsten Regionen Österreichs zugewandert. Sie alle fanden – wenn sie wollten – Integration im überparteilichen Vorarlberger Presseclub.

3.2. Der Presseclub in den 50er und 60er Jahren
Der Vorarlberger Presseclub hielt sich an seine Statuten – er organisierte Vorträge, Diskussionsabende und Exkursionen. Es wäre müßig, an dieser Stelle alle Veranstaltungen aufzuzählen, dennoch sollen ein paar Ereignisse angeführt werden, um ein ungefähres Bild der damaligen Tätigkeiten des Clubs zu erhalten. Zweimal, im Juni 1950 und Juni 1953, wurden Exkursionen zum Landessender Vorarlberg im Dornbirner Rathaus organisiert, im November 53 erfolgte eine Besichtigung des Flughafens Zürich-Kloten, im Juni 1957 folgte ein Ausflug nach Wasserburg. Auch Vorträge und Weiterbildungsveranstaltungen fanden statt, so legten beispielsweise Monsignore Georg Schelling, Hermann Deuring und Hans Nägele, drei langjährige Journalisten, im April 1951 der jüngeren Journalistengeneration anhand ausgewählter Zeitungsartikel positive und negative Wesensmerkmale der Vorarlberger Tagespresse in jener Zeit dar. Die Stammtische fanden in den Weinstuben Kinz und (später) Ilge statt.

Gerade in den 50er Jahren entwickelte sich eine rege Vereinstätigkeit, über die in den von Obmann Hanns König verfaßten Rundschreiben berichtet wurde. Aufgrund der – oben bereits angeführten – (personellen) Bindung beinhalteten die Rundschreiben auch gewerkschaftliche Belange. Die Stammtische fanden – mehr oder weniger – regelmäßig statt und scheinen relativ gut besucht worden zu sein. Offizielle Vereinsadresse war der Arbeitsplatz Hanns Königs, die APA-Redaktion in der Bregenzer Montfortstraße.

Der Presseclub verfügte in dieser Zeit sogar über eine kleine „Bibliothek“, die sich ebenfalls in der Monfortstraße befunden haben dürfte. Die Bibliothek beinhaltete vornehmlich französischsprachige Literatur, die dem Presseclub von einem französischen Journalisten Ende 1953 überlassen wurde.[20]

Die Gesamtentwicklung des Vorarlberger Presseclubs in den 60ern kann mit dem Wort „Stagnation“ umschrieben werden. Das Interesse der Mitglieder an den Veranstaltungen nahm offensichtlich ab, die Zahl der Vereinsmitglieder schien eher zu stagnieren. In den Tätigkeitsberichten des Vorstands ist in diesen Jahren von „Gesprächen von Kollege zu Kollege“ und „persönlichen Kontakten“ die Rede, was kaum Schlüsse auf eine rege, nach außen gerichtete Vereinstätigkeit ziehen läßt. Dennoch wurden einige Exkursionen und Ausflüge organisiert, die (ca. dreimal im Jahr) sowohl innerhalb Vorarlbergs stattfanden, aber auch in die benachbarten Regionen führten.[21]

Diese Jahre manifestierten sich als eine schwierige Zeit für den Journalismus, da die Pressekonzentration zunahm und es (bereits ab Mitte der 50er Jahre) zu einem Blättersterben auf dem heimischen Zeitungsmarkt gekommen war. Für Journalisten standen die Zeichen auf Sturm, dies mag mit ein Grund für die mangelnde Interesse und Teilnahme an den Veranstaltungen des Presseclubs sein.

3.3. Die „Zweigstelle“ Feldkirch
Anfang der 50er Jahre etablierte sich in Feldkirch eine Art Zweigstelle des ansonsten in Bregenz beheimateten Presseclubs. Ein Grund dafür lag in der abnehmenden Bereitschaft der in Feldkirch arbeitenden und wohnenden Presseclubmitglieder, zu jeder Veranstaltung nach Bregenz fahren zu müssen, was damals wesentlich beschwerlicher war als heute. Die Bregenzer wiederum weigerten sich, Veranstaltungen öfters in Feldkirch abzuhalten, deshalb bildeten Journalisten wie Richard Svojtko, Otto Scheyer, Josef Mattner, Theodor Veiter, Walter Stecher und Gustav Bachmann eine Art Zweigstelle und organisierten Veranstaltungen, an denen aber auch die Bregenzer Clubmitglieder teilnahmen, so z. B. bei einem Besuch des Atelier Eugen Jussel (März 1954) in Feldkirch oder bei einer Führung durch die Schattenburg.[22]

Der Existenz einer Zweigstelle wurde aber auch Rechnung getragen, indem sich der Briefkopf des PC den Gegebenheiten anpaßte, so konnte man dort lesen:

Vorarlberger Presseklub

Oberland Unterland

Feldkirch, Postfach 149 Bregenz, Postfach

In den 60er Jahren verringerte sich die Zahl der Veranstaltungen, und die Zweigstelle beendete ihre Tätigkeiten ganz – die Oberländer fuhren ganz einfach öfter nach Bregenz.

3.4. Entwicklungen in der Ära Herbert
Im Juni 1973 legte der Obmann des PC, Hanns König, seinen Vorsitz nach mehr als 20jähriger Vorsitzführung zurück, Helmut Herbert, Pressereferent des Landesverkehrsamts und seit 1969 geschäftsführender Obmann des PC, wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die weiteren Mitglieder des Vorstands waren als Obmann-Stellvertreter Walter Scheiner (Landesobmann der Journalistengewerkschaft), als Schriftführer Friedrich L. Friedrich (Pressereferent der Bregenzer Festspiele), als Kassier Siegfried Müller (Volksbote) und als Beiräte Otto Scheyer (Feldkircher Anzeiger) und Hanns König[23] (APA).Eine Neuerung ergab sich auch hinsichtlich der Zusammensetzung des Vorstands, indem beschlossen wurde, „daß im künftigen Vorstand die Tageszeitungen nicht vertreten sind, um allen Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen.“[24]

Dieser Nachsatz läßt erkennen, daß es auch innerhalb des Presseclubs zu Konflikten gekommen war. Bereits in den 50er Jahren war es zu kleineren Rivalitäten zwischen Rundfunk und VN gekommen, die – in sehr geringem Ausmaße – auch innerhalb des PC erkennbar waren. Ein Konflikt innerhalb des Printmediensektors hatte sich 1972 mit der Gründung der NEUEN angebahnt, bei der sich die Journalisten der NEUEN und der VN gegenüberstanden – diese Ereignisse machten auch vor den Toren des Presseclubs nicht halt. Diese Konflikte verlagerten sich aber bald auf Eigentümer- und Chefredakteursebene der jeweiligen Medien, die Journalisten selbst wechselten, wie oben bereits angeführt wurde, ohne größere Probleme ihren Arbeitsplatz (und gingen zur konkurrierenden Zeitung). Der Presseclub wollte mit dieser Maßnahme (keine Vertreter der Tageszeitungen im Vorstand) die Überparteilichkeit gewährleisten und damit auch sicherstellen, daß die Kollegialität der Mitglieder untereinander nicht gestört oder gar zerstört wird. Von diesem Prinzip wurde später aber wieder abgegangen, indem Mitarbeiter der Tageszeitungen (Willy Hillek, Thomas Matt, Tony Walser, Walter Zeiner) wieder in den Vorstand gewählt wurden.

Grundsätzlich muß noch angeführt werden, daß viele Redakteure der NEUEN dem Presseclub distanziert und uninteressiert gegenüberstanden und dementsprechend unterdurchschnittlich repräsentiert waren. Bemühungen seitens des PC-Vorstands 1979/80, die Kontakte zu intensivieren und ein Mitglied der NEUEN in den Vorstand zu kooptieren, scheiterten. Im Gegenteil: die acht VPC-Mitglieder der NEUEN erklärten aufgrund eines Disputs mit den VN, insbesondere mit Willi Hillek, wegen eines von ihm verfaßten Artikels (”Leitkam-Artikel”) den Austritt aus dem Club. Die NEUEN-Redakteure verlangten eine Stellungnahme des PC-Vorstands, der sich für unzuständig erklärte, weil sich der Presseclub nicht in interne Streitigkeiten unter den Medien einmischen wollte. Gleichzeitig schwelte ein Konflikt zwischen dem ORF und den VN, die sich gegenseitig dem Vorwurf der unobjektiven Berichterstattung aussetzten, auch hier versuchte der Club-Vorstand durch ein Vermittlungsgespräch die Wogen zu glätten. Der PC bot sich nicht als Partei, sondern ausschließlich als Plattform für Mediendiskussionen an.[25]

1973 wurde auch der Mitgliedsbeitrag von ÖS 10,- auf 100,- erhöht, um einen finanziellen Spielraum zu erreichen, der es ermöglichen sollte, Referenten zu einem Vortrag gewinnen zu können und um in die Lage versetzt zu werden, zumindest deren Auslagen ersetzen zu können. Dies wurde auch genützt, nahm doch die Zahl der Vorträge, die teilweise im Rahmen des PC-Stammtisches durchgeführt wurden, zu. Auf Wunsch vieler Mitglieder wurde der Stammtisch auf Montag verlegt; das Themenfeld der Vorträge war vielfältigst und spannte einen weiten Bogen: Dia-Vorträge über Reiseerlebnisse einiger Club-Mitglieder (Walter Zeiner: China, Doris Rinke: Ägypten,…), aktuelle Themen wie die Föderalismusfrage anläßlich des Vorarlberger Volksbegehrens – darüber referierte der Innsbrucker Univ.-Prof. Siegbert Morscher im Februar 1980 – oder eine Diskussion mit den Landeshauptleuten Keßler und Purtscher anläßlich der Amtsübergabe 1987. Auch die Zahl der Exkursionen erhöhte sich, die Teilnehmerzahl selbst unterlag aber wie bei allen anderen Veranstaltungen des PC starken Schwankungen. Einen Fixpunkt neben den Stammtischen bildete der alljährliche internationale Presseempfang anläßlich der Dornbirner Messe. Durchschnittlich fanden in diesen Jahren fünf bis sechs Exkursionen und Vorträge auswärtiger Referenten im Jahr statt, die Zahl der Teilnehmer belief sich bei diesen größeren Veranstaltungen auf jeweils etwa 30 Personen (Clubmitglieder und deren Partner).[26]

Auch das Tanzbein wurde geschwungen: 1974 bis 77 fand alljährlich der Vorarlberger Presseball statt, der großen Anklang (mit ca. 250 Besuchern) fand. Der Ball erwies sich jedoch als temporäre Erscheinung, da ab 1978 das Interesse dafür bereits wieder erlahmte und auf eine weitere Ausrichtung verzichtet wurde. Man kam über das Planungsstadium nicht mehr hinaus.

Keine temporäre Erscheinung bildete aber die Errichtung einer Koordinierungsstelle für Pressekonferenzen, vorerst in der Außenstelle der Vorarlberger Handelskammer in Bregenz, die von Nikolaus Huhn betreut wurde. Ziel dieser Koordinierungsstelle, die Anfang 1974 ihre Arbeit aufnahm, war die Koordination der Pressekonferenzen, um Terminüberschneidungen zukünftig vermeiden und die Kommunikation zwischen den medialen Akteuren in klarere, überschaubare Bahnen leiten zu können. Mit dieser Maßnahme wollte der Presseclub Konturen gewinnen und seine Rolle im Vorarlberger Journalismus aufwerten. Der VPC stellte dazu eine Liste der Medien zusammen, deren Einladung den Interessenten für eine Pressekonferenz empfohlen wurde, und versuchte, das Monopol der Koordinierungsstelle für Pressekonferenzen zu stärken. Dies gelang vorerst nicht, da sich die Wahl des Ortes als nicht günstig erwies, weil die Stelle keinen nennenswerten Bekanntheitsgrad erreichte. Aus diesem Grund wurde die Koordinierungsstelle in der Pressestelle des Amts der Landesregierung bei deren Leiter Peter Kollmann mit 1.1.1977 installiert, wo sie sich heute noch befindet; dort gelang es ihr, ihre monopolistische Stellung zu fixieren und die ihr zugedachte Bedeutung zu erlangen.

Eine Umfrage, die im Herbst 1985 unter den Mitgliedern durchgeführt wurde, ergab (bei einer Rücklaufquote von 42 Prozent) kaum Überraschungen hinsichtlich der Gestaltungswünsche: einige Mitglieder forderten zwar die Verlagerung des Programmschschwerpunktes auf die journalistische Weiterbildung, die Bereitschaft, bei konkreten Projekten mitzuarbeiten, war aber doch eher weniger ausgeprägt. Grundsätzlich wurde das Veranstaltungsprogramm für gut bis sehr gut befunden, im Vorstand selbst wurde Kritik an den Clubmitgliedern laut, da die Berichterstattung in den Medien über Veranstaltungen des Presseclubs etwas zu Wünschen übrig ließ, obwohl Redakteure der Print- und elektonischen Medien an den Veranstaltungen selbst teilnahmen.

3.5. Die Mitgliedsfrage
Mit der Änderung der Statuten Ende 1976 und deren Bestätigung bei einer außerordentlichen Generalversammlung ein Jahr später sollte eine langjährige Diskussion über die Einteilung der Mitgliedschaft beendet werden. Einige jüngere Clubmitglieder tendierten zu einer deutlicheren Einteilung – Ziel war die Aufwertung des Presseclubs als Journalistenvereinigung. Einige PC-Mitglieder hatten sich zwar in der Vergangenheit journalistisch betätigt, später aber dann in andere Berufe gewechselt, blieben aber dennoch (ordentliche) Mitglieder. Hanns König präsentierte einen neuen Satzungsentwurf, der angenommen wurde. Die Mitgliedschaft wurde in ordentliche und fördernde Mitglieder unterteilt. “Ordentliche Mitglieder sind jene, die hauptberuflich oder ständig nebenberuflich journalistisch tätig sind oder die als Journalisten in den Ruhestand getreten sind. Fördernde Mitglieder sind jene, die nicht journalistisch tätig sind oder die wegen Berufswechsels nicht mehr journalistisch tätig sind. Ehrenmitglieder sind Personen, die wegen besonderer Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.”[27] Damit war die Diskussion aber nicht an ihrem Ende angelangt, da die im nachhinein erfolgte Einteilung einige langjährige Mitglieder verärgerte.[28] Die Einteilung blieb aber auch in den neuen Statuten von 1991 aufrecht. Eine weitere Änderung betraf die Generalversammlung, die ab 1976 nur mehr alle drei Jahre und nicht mehr jährlich durchgeführt wurde/wird.

Hinsichtlich der Mitgliederentwicklung war in den 70er Jahren eine Zunahme von 65 (1973) auf 83 (1979) Personen (davon neun fördernde) festzustellen. Die genaue Mitgliederzahl in den 50er und 60er Jahren kann nicht genau eruiert werden, da die Quellen keine konkreten Zahlen liefern, 50 darf aber als Annäherungszahl angenommen werden.[29] In der ersten Hälfte der 80er Jahre sank die Mitgliederzahl (1982 auf 66 Personen) – der Austritt der NEUE-Redakteure 1980 kann als einer der Gründe dafür herangezogen werden. 1989 konnte die 100er-Schallmauer durchbrochen werden, drei Jahre später zählte der Presseclub bereits 150 Mitglieder. Die Zahl der Mitglieder insgesamt stieg in den letzten acht Jahren (1988-96) markant an – von 90 auf 170[30], was einer Verdoppelung gleichkommt.

3.6. Die Entwicklungen der letzten Jahre
Nach 15-jähriger Obmannschaft legte Helmut Herbert die Führung in jüngere Hände: Peter Marte übernahm im Oktober 1988, nachdem er bereits ein Jahr als geschäftsführender Obmann fungiert hatte, den Vorsitz im VPC. Die Feuerprobe erfolgte vier Wochen später, als ein neuerlicher Konflikt innerhalb der Vorarlberger Medien eskalierte. Im Zuge der Berichterstattung des ORF über einen in erster Instanz von Willy Hillek verlorenen Presseprozeß trat dieser als stellvertretender Obmann zurück und erklärte seinen Austritt aus dem Presseclub. Im Austrittsschreiben an Marte[31] beklagte er die mangelnde Solidarität und Kollegialität im Vorarlberger PC, eine Meinung, dem sich einige VN-Redakteure anschlossen, sich solidarisch erklärten und ebenfalls austraten.[32]

Wie oben bereits ausgeführt, erlebt(e) der PC unter Martes Obmannschaft einen rapiden Mitgliederzuwachs; auch das Veranstaltungsprogramm wurde intensiviert und ausgeweitet,[33] der Versuch, auf die vielen verschiedenen Veranstaltungen näher einzugehen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, die Jahre waren geprägt von einer Dynamik, wie sie der VPV vorher nicht gekannt hatte. 1991 wurde mit der Präsentation eines Logos (VPC), einem eigenen Briefpapier und anderen Neuerungen (”Das Bißchen das ich lese schreibe ich selbst”) das Selbstbild nach innen und außen gestärkt. Dies geschah parallel zur Statutenänderung, bei der der Vergrößerung des Vereins Rechnung getragen und die Zahl der Vorstandsmitglieder aufgestockt wurde.

4. Überblick über die Presseclubs in den anderen Bundesländern
Wie im folgenden zu erkennen ist, unterscheiden sich die einzelnen Presseclubs hinsichtlich Mitgliederstruktur, Vereinsaktivität und -Größe ganz besonders. Die Daten wurden – telefonisch und schriftlich (in Form von Broschüren) – von den jeweiligen Presseclubs zur Verfügung gestellt.

Der Presseclub Innsbruck wurde nach nur einjähriger Existenz 1995 wieder aufgelöst.

Presseclub Concordia
Der Presseclub Concordia wurde 1859 gegründet und ist somit der älteste Presseclub der Welt. Er umfaßt rund 350 Mitglieder (Stand Anfang 1996), die ordentliche Mitgliedschaft können nur hauptberuflich tätige Journalisten oder Schriftsteller beantragen. Für Personen wie etwa Pressereferenten, die der publizistischen Arbeit verbunden sind, bietet sich die Möglichkeit der außerordentlichen Mitgliedschaft. Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt 720,-. Der Presseclub ist stark service-orientiert und bietet seine Clubräumlichkeiten für Pressekonferenzen etc. an. Die Clubzeitung erscheint viermal jährlich und informiert über das Clubleben und die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen. Den Vorsitz im 29-köpfigen Vorstand übt derzeit Peter Bochskanl aus. Der Presseclub stellt seinen Mitgliedern außerdem einen Concordia-Presseausweis aus, der als Basis für Akkreditierungen vom Bundespressedienst anerkannt wird und für das Land Wien sowie für andere Bundesländer als Berufsnachweis gilt.

Adresse: Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien, Tel: 0222/533 85 73

Österreichischer Journalisten Club
Der ÖJC wurde 1977 gegründet und betreibt ein internationales Pressezentrum in Wien. Der Club hat derzeit ca. 850 Mitglieder im In- und Ausland, die Mitgliedskosten belaufen sich auf 600,- jährlich. Weiters organisiert und vergibt der OJC alle zwei Jahre den Dr. Karl Renner-Publizistikpreis, Preisgeld derzeit 100.000,-, sowie jährlich den Prof. Claus Gatterer-Preis, Preisgeld derzeit 50.000,-. Präsident: Fred Turnhelm.

Adresse: Österreichischer Journalisten Club (ÖJC), Gablenzgasse 7/Pentouse, 1150 Wien, Tel: 0222/982 85 55

Steirischer Presseclub:
Gegründet 1986, verfügt der Steirische Presseclub über zwei Veranstaltungsräume, die für Pressekonferenzen und eigene Veranstaltungen verwendet werden, die ein- bis zweimal im Monat stattfinden. Die Geschäftsführung besteht aus fünf Personen, Präsident ist Franz Grabner (Neue Zeit), Geschäftsführer Heinz Fischer (Steir. Landespressedienst). Ordentliche Mitglieder sind alle steirischen Journalisten, wobei es jedoch keiner formellen Aufnahme bedarf. Der Verein finanziert sich durch seine fördernden Mitglieder (etwa 50), die sich aus juristischen Personen wie Kammern, Parteien, Firmen zusammensetzen. Als Vertreter fungieren deren Pressereferenten. Mitgliedsbeitrag: 5.000,-/Jahr. Die Clubsekretärin (Teilzeit) wird von der steirischen Landesregierung bezahlt.

Adresse: Steirischer Presseclub, Domgarten-Arkadengang, Bürgergasse 2, 8020 Graz, Tel: 0316/837984

Salzburger Presseclub
Dieser Club wurde in den 50er Jahren gegründet und befindet sich nach einer Blütezeit in den 80er Jahren in einem Dornröschenschlaf, aus dem er vielleicht nicht mehr aufwacht. Präsident: Walter Wegscheider, Mitgliedsbeitrag 100,- jährlich, die Anwesenheitsmoral bei den noch stattfindenden Veranstaltungen ist gering.

Adresse: Salzburger Presseclub, Postfach 5, 5010 Salzburg, Tel: 0662/8042-2365

Oberösterreichischer Presseclub
Der OÖ. Presseclub wurde 1976 gegründet und ist mit mehr als 630 (Stand Juli 1995) Mitgliedern die größte regionale Journalistenvereinigung Österreichs. Der PC verfügt über zwei Konferenzsäle und ein Studio, in denen 1994 neben den zahlreichen eigenen Veranstaltungen 548 Pressekonferenzen abgehalten wurden. Weiters existiert eine clubinterne Mitgliederzeitung (”PC-News”), die 14tätig erscheint. Die Mitgliedsgebühr beträgt für ordentliche Mitglieder 240,-, für außerordentliche 500,-. Nur hauptberufliche Journalisten und Pressefotografen können ordentliche Mitglieder werden. Präsident: Hannes Leopoldseder.

Adresse: Oberösterreichischer Presseclub, Landstraße 31, 4020 Linz, Tel: 0732/77 56 34

Zeittafel zur Entwicklung des VPC
1945 Wieder- und Neuerscheinung Vorarlberger Tageszeitungen (November)
Erste Nationalrats- und Landtagswahlen nach Ende des II. Weltkriegs

1946/47 Erste informelle Zusammenkünfte in Vorarlberg tätiger Journalisten

Um 1948 Planung der Gründung eines Presseclubs

1949 Vereinsanmeldung des Vorarlberger Presseclubs (27.12.)

1951 Konstituierende Generalversammlung des Vorarlberger Presseclubs im Hotel Krone, Bregenz. Obmann: Hanns König (10.3.)

1973 Obmannwechsel im PC: Helmut Herbert folgt auf Hanns König, Statutenänderung

1974 Errichtung einer Koordinierungsstelle für Pressekonferenzen

1980 Konflikt NEUE – VN, Austritt der NEUE-Redakteure aus dem VPC

1988 Mag. Peter Marte neuer PC-Obmann (Oktober) Affäre Thalhammer-Hillek: Willy Hillek und weitere VN-Redakteure tretenaus dem VPC aus (November)

1991 Neue Statuten, Präsentation eines Logos

1992 Durchbrechen der 150-Mitglieder-Marke des VPC

Quellen- und Literaturverzeichnis
Quellen:
Gespräche mit Zeitzeugen:

  • Barth-Wehrenalp, Robert, Bregenz, 22.8.1995
  • Benzer, Arnulf, Bregenz, 24.8.1995
  • Herbert, Helmut, Bregenz, 14.8.1995
  • Mayer, Oswald, 30.8.1995
  • Müller, Siegfried, Bregenz, 11. und 16.8.1995.

Gewerkschaft der Angestellten der freien Berufe, Sektion Journalisten, Landesverband Vorarlberg, Bregenz, Rundschreiben 1948-1951.

Vorarlberger Presseclub, Bregenz, Rundschreiben, Protokolle der Vorstandssitzungen und Generalversammlungen, ab 1951.

Literatur:
BARNAY, Markus: Die Erfindung des Vorarlbergers. Ethnizitätsbildung und Landesbewußtsein im 19. und 20. Jahrhundert (Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs 3). Bregenz 1988.

BURMEISTER, Karl Heinz: Geschichte Vorarlbergs. Ein Überblick. 3. Aufl. Wien 1989.

EISTERER, Klaus: Französische Besatzungspolitik. Tirol und Vorarlberg 1945/46 (Innsbrucker Forschungen zur Zeitgeschichte; Band 9). Innsbruck 1991.

DERMUTZ, Susanne: Massenmedien in Vorarlberg. In: Dermutz/Klein/Nick/Pelinka: Anders als die Anderen? Politisches System, Demokratie und Massenmedien in Vor- arlberg (Beiträge zu Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs 2). Bregenz 1982.

HÄMMERLE, Elisabeth: Die Tages- und Wochenzeitungen Vorarlbergs in ihrer Entwicklung vom Ende der Monarchie bis 1967. Dissertation. Wien 1969.

HOFER, Gerhard: Versuch und Versuchung. Bundesländerrundfunk in Österreich am Beispiel Vorarlbergs 1945-1955. Eine Rundfunkorganisation im Spannungsfeld zwischen Föderalismus und Zentralismus. Dissertation. Salzburg 1983.

LÖFFLER-BOLKA, Dietlinde: Vorarlberg 1945. Das Kriegsende und der Wiederaufbau demokratischer Verhältnisse in Vorarlberg im Jahre 1945. Bregenz 1975.

SELHOFER, Hannes: Gründung und Anfangsjahre der „Neuen Vorarlberger Tageszeitung“. Diplomarbeit. Salzburg 1992.

VALLASTER, Christoph: Schlagzeilen. Vorarlberger Pressegeschichte (Ländle-Bibliothek Band IV). Dornbirn 1985.

 

 

[1] Vgl. Eisterer, 274.

[2] Interview Mayer.

[3] Vgl. Hämmerle, 268.

[4] Vgl. Hämmerle, 308ff.

[5] Vgl. Hämmerle, 296f.

[6] Vgl. Selhofer, 39 und Hämmerle, 273.

[7] Vorarlberger Volksblatt, 3.3.1956, S. 4; zit.n. Hämmerle, 290

[8] Vgl. Selhofer, 48.

[9] Vgl. Vallaster, 37.

[10] Vgl. Selhofer, 42.

[11] Vgl. Dermutz, 213. Dermutz führt als Quelle “persönliche Mitteilungen” an.

[12] Vgl. Dermutz, 215.

[13] Vgl. Selhofer, 105f.

[14] So erscheinen im Ländle u.a.: Feldkircher Anzeiger, Anzeiger für die Bezirke Bludenz und Montafon, Der Walser, Walgaublatt.

[15] Rundschreiben Nr. 3 der Vorarlberger Journalistengewerkschaft, 30.11.1948.

[16] Vgl. Rundschreiben Nr. 5 der Vorarlberger Journalistengewerkschaft, 6.4.1949.

[17] Interview Siegfried Müller.

[18] Interview Benzer. Laut Benzer stellten er und die anderen Gründungsmitglieder lediglich ihre Unterschrift zur Verfügung.

[19] Vgl. Rundschreiben Nr. 3 des Vorarlberger Presseclubs, 17.4.1951.

[20] Der Journalist, Pierre Lepagnol, arbeitete in der französischen Besatzungszone (Tirol-Vorarlberg) und ging Ende 1953 nach Casablanca. König bedankte sich dafür in einem Schreiben bei Lepagnol.

[21] Z.B. Lugano 1969, Friedrichshafen 1970.

[22] Interview Müller.

[23] Bereits damals wollte man Hanns König zum Ehrenmitglied des Presseclubs erklären, dies scheiterte aber an der Haltung Königs, der jegliche Ehrungen seiner Person lange Zeit – bis 1985 – ablehnte.

[24] Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 30.6.1973 im Hotel Messmer.

[25] Vgl. Protokolle der Vorstandssitzungen der Jahre 1979 und 1980.

[26] Nach Schätzung von Helmut Herbert.

[27] Protokoll der außerordentlichen Generalversammlung vom 12.12.1976 im Hotel Messmer.

[28] Ernst Bär beispielsweise trat Ende 1978 aus Verärgerung über die Änderung der Statuten aus dem PC aus.

[29] Schätzung des Autors.

[30] Davon drei Ehrenmitglieder: Oskar Spang, Helmut Herbert, Siegfried Müller; Ehrenmitglied Hanns König ist 1992 verstorben.

[31] Schreiben vom 30.11.1988.

[32] Ernest Enzelsberger und Gernot Grabher traten 1991 wieder ein.

[33] Ich verweise auf die Veranstaltungsprogramme.