ORF-Landeschef beim Presseclub

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Auf besonders großes Interesse stieß der „Stammtisch spezial“, zu dem der Vorarlberger Presseclub am Mittwoch, 11. Jänner, ins Hotel Schwärzler in Bregenz geladen hatte. Presseclubmitglied Markus Klement, seit Jahresbeginn Landesdirektor des ORF Vorarlberg, präsentierte sich und seine Vorstellungen den Kolleginnen und Kollegen.

„Ich bin nicht angetreten, um alle Dinge so zu lassen, wie sie sind.“ Das war die Antwort von Markus Klement auf die Frage, ob in nächster Zeit im Landesstudio in Dornbirn Änderungen zu erwarten sind. Die Details werde er allerdings nicht in der Öffentlichkeit diskutieren. Zuvor hatte der 36-jährige Harder darauf verwiesen, dass er bereits seit seiner Schulzeit journalistisch interessiert gewesen ist. Als Mitarbeiter von Radio Lindau sammelte er dann erste berufliche Erfahrungen. Eine Reihe von Aktivitäten im Osten Österreichs, etwa am Friedrich-Funder-Institut, stehen weiterhin neben der umfassenden Moderatorentätigkeit bei Radio Vorarlberg in seinem Lebenslauf.

ORF-Direktor Alexander Wrabetz habe Mut bewiesen, einen ziemlich jungen Mann an die Spitze des Landesstudios zu berufen, erläuterte Klement. Er will den ORF in Vorarlberg wieder greifbarer werden lassen. Auch mit dem gewiss begrenzten Personalstand sei es möglich, vermehrt in den Außeneinsatz zu gehen, Land und Leute zu porträtieren. Ebenso sollen die Kunden des ORF ihre Anliegen leichter an die Redaktion herantragen können, als das derzeit der Fall ist. „Es soll wieder jemand zuständig sein für bestimmte Anliegen.“

Klement will auch die Chance des deutschsprachigen Dreiländerecks am Bodensee vermehrt nutzen.

Ausbildung
Ein besonderes Anliegen ist dem jungen Landesdirektor ein Ausbildungsangebot für die Mitarbeiter des Landesstudios. Weil die Sprache die Visitenkarte der Mitarbeiter sei, gelte es hier einiges aufzuholen. Der ORF macht nicht nur Angebote in Radio und TV, aus diesem Grund wird auch das Internetangebot bewusst gestärkt.

Für Markus Klement ist die Konkurrenz zu den Angeboten im Medienhaus kein Problem. „Ich sehe das positiv. Jeder hat seine Möglichkeiten, die einander ergänzen können.“ Und die Präsenz des ORF Vorarlberg sei unverwechselbar. Gerade Minderheitenangebote wie Volksmusik oder Klassik sind nur möglich, wenn ein Sender durch Gebühren mitgetragen wird. „Im privaten Bereich ist dieses breite Angebot unmöglich, das habe ich bei meiner Arbeit im Privatradio erfahren.“   AJK