Nikolo war beim Presseclub!

Zur traditionellen Nikolofeier des Vorarlberger Presseclubs konnte Präsident Axel Renner viele Gäste begrüßen: Sogar der Nikolo ist – samt Knecht Ruprecht – persönlich gekommen, um den braven Presseclub-Mitgliedern Geschenke zu bringen und das mediale Jahresgeschehen 2013 kritisch zu kommentieren. Anbei die Original-Verse…

„Grüß Gott im Presseclub Vorarlberg“ –

Nikolaus und Knecht Ruprecht sind wieder am Werk,

direkt ins „Schwärzler“ kommen wir her,

ich muss Euch sagen, es weihnachts-marktet sehr,

Adventsmärktle und Glühweintankstellen landauf, landab,

die halten viel Gsiberger bis zum Christkind auf Trab.

 

Ausnahmsweise erst nach dem 6. Dez. wir bei Euch sind,

Euch ist‘s ja gleich, seid ja alle (odr?) ziemlich brave Kind?

Entgegen Medienbrauch, immer alles vorher wissen zu wollen, lief heuer was schief:

Kloos und Ruprecht kommen erst am 10. Dez., — dafür exklusiv!

 

Bevor das Jahr 2013 ist gänzlich aus,

kommt also noch der Nikolaus,

um euch im Zweifelsfall zu loben!

(ja, ja, so gütig sind wir im Himmel oben)

Euch muss man keine Straf-Leviten lesen,

mit der Rute winken – oder gar mit dem Besen.

Knecht Ruprecht unterstützt mich wieder, der treue Mann…

er schleppt für Euch viel Kloosa-Säckle ran.

 

Doch zunächst fang ich mal mit der Begrüßung an.

Es freut mich euch alle wieder zu sehen miteinander,

bunt gemischt alt und jung, Wiber wie auch Mander:

Ich verzichte auf namentliche Begrüßungen – is Euch recht?

Denn vergess ich jemand, so wäre das besonders schlecht.

 

Unverzichtbar ist die Begrüßung von Ehrenmitglied und Doyen Sigi Müller.

Er hat erst kürzlich den 90er gefeiert, das ist ein Knüller!

Nicht zu vergessen, auch wenn wir ihn als Obmann nimmer ham –

Langzeit-Präsident Peter A. Marte, allseits bekannt als PAM

 

Und natürlich Salut dem neuen Präsidenten Axel Renner,

von Festspielen, Kultur und Medien ein wahrer Kenner.

Jetzt singt er – von der Zauberflöte kennt’s es eh no –

fast so fröhlich wie der Papageno:

(frei nach ‚Der Vogelfänger bin ich ja’…)

„Vom Presse-Club da bin ich ja,

der Präse – heißa, hopsasa.

schaff für den Klub bei Tag und Nacht,

jetzt weiß ich erst, was PAM gemacht“…

Doch ohne Vorstand wär ich lahm,

wir diskutiern viel mehr als PAM…

 

 

 

Genug der Begrüßung, dafür verehrten Presseclub -Damen und -Herren

wollen wir Euch mit Zufalls-Griffen ins News-Säckle 2013 wieder bescheren:

Bevor ich mich in die Retrospektive stürze,

versprech ich: In der Kürze liegt die Würze.

Will gar nicht eingehen auf politische Wechsel in Gemeinden oder Land,

die Details sind euch eh allen besser als mir bekannt.

Ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit

gibt’s nur nikolausige Streiflichter auf Welt und Ländle heut.

 

 

Wie i heute durch Dornbirn kommen bin – ohne Navi

a kleines Orientierungsproblem plötzlich hab i

Auf meinem Stadtplan such ich den ORF in der Höchsterstraß

ich fahr und fahr und werd ganz blass.

Da ruf ich an im Land um Hilf den Bachstein Kuno:

Den Markus Klement, sagt er, findest auf Rundfunkplatz Numero UNO.

Das war für mich als Nikolaus schon stork,

i hätt die UNO bisher g’sucht – in Amerika drüben in New York!

A propos UNO: In Amsterdam/NL ist Kollege „Sinterklas“ in großer Not,

seinem Begleiter „Zwarte Piet“ droht wegen Rassismusverdacht ein UNO-Verbot.

Bin ich froh, dass man meinem Ruprecht nichts vorwerfen kann,

er ist und bleibt a ghöriga Mann!

 

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Im Ländle Russ-Land kommt die nächste Generation –

als Zarewitsch wurde installiert Eugens fast gleichnamiger Sohn.

Mitte 20 war Eugen A Russ – noch in der Kirchstraße – bereits Kapitän,

Filius Eugen B. Muss mit 27 die Feuertaufe in Berlin noch bestehn.

Weil ma grad bei russmedia sind: Neues höre ich von der NEUEN,

manche wundert’s, andere tut’s freuen

Nach Verena in den VN hat auch die NEUE eine CR-in

Heidrun Joachim sitzt nun statt Frank Andres im Chefsessel drin.

Vor der Frauen-Power bei russmedia begann Andi Dünser zu grauen,

er ist vom VN-Vizejob in die Wirtschaftskammer abgehauen.

 

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Nach Jahren kultureller Durststrecke und musealer Wüstenei

gibt es nun endlich das Landesmuseum und den Kornmarkt-Straßenbelag neu.

Die Bregenzer Aufbruchstimmung wurde leider getrübt,

weil es Herrn Ex-Direktor Tobias N. zu klagen beliebt

Wegen „buchstäblich vorarlberg“ – glaubst sind eh alle so gschiet,

gab es in Medien und bis vor dem Kadi an saftiga Striet

nach vielem Rudigier- und Natter-Geknatter – (nix Neues sag i Euch)

gab es einen juristisch ausgeklügelten Vergleich.

 

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In Feldkirch gibt’s bald a neues Montforthaus & nach langer Wartezeit denno‘

an neuen Hirten – wie von vielen erwartet: Bischof Benno.

Eine Etage höher in Rom, wo nicht nur gebetet wird meist,

ist im Konklave scheint’s wirklich zugeflogen der Hl. Geist

und hat nach dem amtsmüden bayerischen Ratzinger-Benediktus

aus der Sixtina-Urne gezaubert einen argentinischen Bergoglio-Franziskus,

der zur Freude vieler und zum Verdruss von Kardinal-Bürokraten im Vatikan

tatsächlich an Haupt und Gliedern entwickelt enormen Reform-Elan.

So manche unken, dass er sich dabei wohl überhebt

oder noch schlimmer – womöglich nicht überlebt.

 

Franziskus‘ Reform-Eifer täte auch den Regierungsverhandlern in Wien ganz gut,

dort scheint’s schürt man nur rot-schwarze Asche mit wenig Glut.

Wirklich neu bei den Wahlen waren die NEOS – Nomen est Omen;

die neuen Werte des Team Stronach sind zum „Fränkschämen“ verkommen;

im Ländle hält – wie bei den Nibelungen – Recke Ch. Hagen einsame TST Wacht.

Die Grünen haben es immer noch nicht in die Bundesregierung gebracht.

Nach OÖ, Wien, Tirol oder Salzburg können sie nächstes Jahr auf Vorarlberg hoffen.

Denn vauch or der Vbg. Landtagswahl 2014 gilt: nix is fix, alles ist offen

 

Gar manches wär noch zu erwähnen aus Medien, Politik oder Kultur.

Ich erspar’s euch und schau verstohlen auf die Uhr,

I moan, jetzt langats, i kann eh nimmer, oh je, oh je.

Mir tut vom News Auspacken das Kreuz schon weh..

denn statt flachem Gereime und ellenlanger Belehrung

verdient ihr – erraten – endlich die Nikolaus Bescherung.

 

Also wünsche ich euch allen Erfolg, Gesundheit, Frieden und Glück.

Damit verabschiedet sich und kommt – falls vom PC-Vorstand gewünscht –

in einem Jahr zurück

Euer Langzeit Presseclub-Nikolaus.

(So, nun ist es aber aus!)

 

Mein getreuer Knecht Ruprecht, guter, getreuer Mann,

tritt vor und fang mit’n Säckle-Vertoala an!!

 

 

 

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Bregenz, 10. Dez. 2013 im Hotel Schwärzler

Nikolaus (Werner Kaplaner)

und Knecht Ruprecht (Franz Abrederis)